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Dieses Schema war für Lokomotiven mit fünfstelligen Betriebsnummern einfach, aus der Dampflok 01 008 wurde die 001 008-2, aus der E10 101 die 110 101-3, aus der V36 222 die 236 222-6, aus dem ET25 001 der 425 101-3, aus dem VT12 501 der 612 501-7, aus dem ES25 001 der 825 001-1 und aus dem VS12 501 der 912 501-4, aus dem VM12 501 wurde der 912 601-2. Wie zu erkennen, gab es schon leichte Abweichungen bei der Umbezeichnung. Noch schwieriger wurde es bei Fahrzeugen mit sechstelligen Betriebsnummern, so wurde aus der 01 1001 die 012 001-4, aus der 01 1056 die 011 056-9, diese lag daran, dass die ölgefeuerte 01 1001 sich von der rostbefeuerten 01 1056 schon in der Baureihennummer unterscheiden sollte. Diese Unterscheidung wurde auch bei den 41ern und 44er Öl verwendet, die zur 042 und 043 wurden. Die rostgefeuerten zur 041 und 044. Doch es gab noch weitere Änderungen, die Lokomotive 98 1125 sollte zur 097 125-9 werden und die ölgefeuerte 50 4011 zur 054 011-2, doch das passierte nicht mehr, letztere fiel am 24.02.1967 der Ausmusterung anheim, die 98 1125 wurde bereits im Herbst 1967 auf z-gestellt und daher nicht mehr umgezeichnet. Doch es wurde noch schwieriger, denn aus der 50 1004 wurde die 051 004-0, aus der 50 2020 die 052 020-5, aber aus der 50 3000 wurde nicht die 053 000, sondern 053 003-0, dagegen aus 50 3001 richtig die 053 001-4. Die Baureihe 03.10 gab es schon nicht mehr, ob sie zur Baureihe 004 mutiert wäre, ist reine Spekulation. Aber nur mit der Baureihe 01 und 50 war es möglich, die Tausendergruppen durch die Baureihen-Nummer zu unterscheiden, was bei allen anderen nicht der Fall war. So gab es die 38 2383 und die 38 3383, erstere wurde zu 038 382-8, letztere zu 038 383-6, das widersprach der Praxis, dass die niedrigste Betriebsnummer Vorrang hatte. Denn bei der 44 1044 fing es an, diese wurde zu 044 045-3, gefolgt von der 44 1050, die zur 044 046-1 mutierte, und so weiter bis zur 44 1684, die zur 044 688-0 wurde. Auch bei den 55ern und 94ern gab es Probleme, so wurde aus 55 3738 die 055 737-1, aus 55 4100 die 055 101-0 usw. und aus 94 1539 die 094 540-2, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch die Ausmusterungswelle der Dampflokomotiven war im vollen Gange und viele Lokomotiven wurden erst 1969 umgezeichnet und waren zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr betriebsfähig, so dass die Umnummerierung nur noch buchmässig erfolgte. Vergessen wurden die 38 2791 (038 791-0) und 78 298 (078 298-7), diese wurden tatsächlich umgezeichnet. Vergessen wurden auch zwei auf z gestellte Lokomotiven (z = von der Ausbesserung zurückgestellt, praktisch zur Ausmusterung vorgesehen), es waren dies 50 1048 und 50 2266, die aber am 11.12.1968 ausgemustert wurden und somit aussen keine neuen Nummern mehr trugen. Aber es wurde stets versucht, die alten Nummern beizubehalten, so wurde aus ETA 150 661 der 515 661-7, aus ETA 176 001 der 517 001-4, aus VT 11 5 001 der 601 001-1, die Schienenbusse VT 95, VT 97 und VT 98 wurden den Dienstfahrzeugen zugeordnet, also zu 795, 797 und 798. Als Besonderheit sind die Rheingold- und Rheinpfeil-E10.12 zu nennen, bei denen wurde aus E 10 1265 die 112 265-4 und aus E 10 1312 die 112 312-4. Dieses System hat sich im Prinzip bis heute bewährt, denn 1994 wurden bei der Umzeichnung des ehemaligen Bestandes der DR dieses fortgeführt.
Bei der Deutschen Reichsbahn (DR) war die Situation 1970 anders, der Grossteil des Bestandes waren Dampflokomotiven, so dass hier diese im Prinzip ihre Betriebsnummern behielten, nur die Baureihen 18, 19, 22, 23 und 24 mussten neu bezeichnet werden, in 02, 04, 39, 35 und 37. Denn die Nummerngruppe 100-199 waren den Verbrennungsmotor-Lokomotiven und -Triebwagen zuzuordnen, die Nummerngruppe 201-299 den elektrischen. Auch hier versuchten die Eisenbahner, die ursprünglichen Nummern beizubehalten, allerdings wurde in die Trickkiste gegriffen, um aus fünfstelligen Nummern nun sechsstellige zu machen. Aus 01 084 wurde 01 2084-0 (übrigens bei der DB gab es die gleiche Nummer ex 01 1084), also die rostgefeuerten erhielten die Zwischenziffern 1 bis 8, die ölgefeuerten die Zwischennummer 0 und die kohlenstaubgefeuerten die 9. Also wurde aus der ölgefeuerten 01 501 die 01 0501-5, aus der rostgefeuerten 01 506 die 01 1516-2. Ähnlich war es bei der Baureihe 03, aus 03 019 wurde 03 2019-2, aus 03 1019 aber, da sie ölgefeuert war, 03 0019-4. Lediglich die rostgefeuerten 03 1057 und 03 1087 behielten ihre Nummern. Die Nummerngruppe 100 ff. war ja den Diesellokomotiven zugeteilt worden, aus der V100 wurde 110 und aus der V180 die 118, aus der V60 allerdings die 106 und aus der V36 die 103, aus der V23 die 102, aus der V16 die 101 und aus den Köf die 100. Schienenbusse wurden zu 171 und 172, die anderen Triebwagen zu 175 (VT 18.16) und zu 182 bis 187, 188 wurden die Sonderfahrzeuge (Oberleitungsrevisions-VT und Mess-VT), 190 etc. die Bei-, Mittel- und Steuerwagen, wenn sie eine eigene Baureihennummer trugen (VB 140, VS 145 etc.), sonst wurden sie mit dem Hauptfahrzeug genummert, also VM 18.16.01 wurde zu 175 101-5. Das unterschied sich vom DB-System. Bei den elektrischen Lokomotiven wurde aus der E04 die 204, aus E 04 01 die 204 001-2, aus E11 001 die 211 001-3 (bei der DB gab’s die gleiche Nummer ex V100 1001), aus E44 die 244, nur aus der E94 wurde 254. Denn die Nummerngruppen ab 270 waren für Triebwagen vorgesehen, so 270 bis 278 für S-Bahn-Triebwagen, 279 für Gleichstrom-Oberleitungstriebwagen (Buckow, Cursdorf) und ab 280 die Wechselstrom-Oberleitungstriebwagen, belegt wurde nur die Baureihe 285 ex ET25, wobei die ursprüngliche Ordnungsnummer des 285 001-4 ja ET 25 012 war. Eigentlich schreiben wir die Nummern bei den Dampflokomotiven falsch, richtig wäre 030 019-4 und demzufolge auch 012 118-6. Bei einigen Schmalspurlokomotiven, die ja zur Unterscheidung auch Zwischenziffern erhalten hatten, und zwar 1 und 4 für 750 mm, 2 für 900 mm, 3 für 600 mm, 5, 6 und 7 für 1000 mm, erkennt man es, wenn es auf dem Schild eher nach 991 608-1 aussieht als nach 99 1608-1. Doch die Eisenbahner sahen und sehen das nicht so eng, sie lassen manchmal die Lücke fast weg oder schreiben 99 7238-1 (wie oben auf dem Bild), obwohl nach reiner Lehre 997 238-1 richtig wäre.
1994 begann das gemeinsame deutsche Baureihensystem, das wir eigentlich bis 1968 auch hatten, nur sind die neuen Nummern wieder computer-kompatibel, wie schön sich das anhört, also computer-gerecht. Dazu mussten einige DB-Lokomotiven umgezeichnet werden, so die Lokomotiven der Baureihe E10 für 160 km/h, die als 112 bezeichnet worden waren, in 113 umgezeichnet werden. Folgende neuen Baureihen entstanden:
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